Logo
Captain Capa - Tonight Is The Constant
 
 

Captain CapaTonight Is The Constant

 

“in this room where the walls are dripping and the boys are soaking wet” – mit dieser ersten Zeile steht schonmal das Setting für diese Nacht, durch die Captain Capa auf ihrem Debutalbum führen. In einem kochenden Club findet man sich wieder und wird sogleich voll vereinnahmt von dröhnenden Elektrobeats, die den Raum ausfüllen.

Die Texte greifen sich Ausschnitte aus Szenen, die vor sich gehen; Momente werden festgehalten, ohne dass die Geschichten bis zum Ende mitverfolgt werden, so als würde man an ihnen vorbeilaufen und sie nur kurz in den Lichtern aufblitzen sehen. Es sind Momente, die in jedem Leben vorkommen könnten, Momente, die einem nicht fremd sind und genauso schnell, wie man das verstanden hat, hat auch die Musik den Weg ins Ohr gefunden. Sehr eingängig ist sie, trotz hier und da kaputt klingender Stellen – denn was vor allem ganz schnell hängenbleibt sind die Melodien, die in allen Ecken stattfinden, ob im Gesang oder sonstwo. Auch die Stimme ist hier nur ein weiteres Element in dieser Masse, eingebettet in Synthie- und Elektroklänge, die alle miteinander kommunizieren und zueinander gehören wie Menschen auf einer Tanzfläche. Dennoch wird es nie glatt; immer wieder, wenn man gerade meint, alles eingesogen zu haben, taucht etwas Neues auf und glitzert durch das Licht.

Aber eben genannte Stimme nimmt doch irgendwie die Rolle des Protagonisten auf diesem Album ein. Hier und da prominent zu hören, in einigen Stücken gar nicht vorkommend, hier und da überlappt vom Rest, hier und da auch verzerrt, ist dies eine auffallend poppige Stimme, die in dieser massiven Elektroumgebung manchmal geradezu zerbrechlich wirkt. Wie ein Einzelner in einer Menschenmenge; individuell, aber dennoch Teil des Ganzen.

So tanzt man mit Captain Capa durch die Nacht, bis man am Ende in den Regen entlassen wird. Die beiden Herren bieten auf diesem (von Der Tante Renate produzierten) Album auf jeden Fall einen Haufen Lieder, zu denen man in den glorreichen Stunden abgehen kann, um danach auf dem Weg nach Hause kopfnickend zu den Beats die Euphorie ausklingen zu lassen.

danmi
 

2 Kommentare

dropkickthejunks am 14.06.2009

Furchtbar. Ganz furchtbar. Das bisschen was daran eigen sein soll ist nicht gut. Und Vocoder? Bitte.

roseroserose am 24.06.2009

tolles album :))

Kommentar abgeben

 
 
 
 
 
Kommentar absenden
 

Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.

 
 
Real Time Web Analytics