Dear EuphoriaHeal My Violence
VÖ: 01.05.2009 // k/a

VÖ: 01.05.2009 // k/a
Schnell einmal „Heal My Violence“ in den CD-Player einlegen und es sich dann schön auf dem Sofa gemütlich machen - was nach einem einfachen Vorhaben klingt, ist gar nicht so einfach in die Tat umzusetzen. Es könnte nämlich durchaus sein, dass man gleich von den ersten Klängen der Platte so in den Bann gezogen wird, dass man wie angewurzelt vor der Stereoanlage stehenbleibt und das Sofa ganz vergisst. Elina Johansson alias Dear Euphoria schafft es mit relativ einfachen Mitteln, Pop und Avantgarde zu einer faszinierenden Mischung verschmelzen zu lassen. Obwohl diese Fähigkeit der jungen Schwedin bereits Vergleiche mit Björk eingebracht hat, zeichnet sich die Musik von Dear Euphoria eher durch ihre Zerbrechlichkeit als durch ihre Experimentierfreudigkeit aus. Einzig das wummernde, elektronische „Pop Pills“ erinnert tatsächlich an Björk. Ansonsten dominieren auf „Heal My Violence“ sanft instrumentierte Songs, die sich irgendwo zwischen großer Traurigkeit und erhabener Schönheit - etwa im wundervollen „Gift“ - bewegen.
Nach dem sehr guten „For Everything Of Worth“ (2007) ist Dear Euphoria mit „Heal My Violence“ erneut ein spannendes, eigenwilliges und faszinierendes kleines Album gelungen. Nach gut 36 Minuten darf man sich dann auch wieder bewegen und sich aufs Sofa setzen.
Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.