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Kristofer Aström - Sinkadus
 
 

Kristofer AströmSinkadus

www.myspace.com/kastrom

VÖ: 11.04.2009 // Startracks

 

Würde bei Kristofer Aström nicht bereits der Name auf eine skandinavische Herkunft schließen lassen, könnte er glatt als Amerikaner durchgehen. Zumindest musikalisch klingt der Schwede bereits seit jeher eher nach Austin als nach Göteborg - ein Umstand, den „Sinkadus“, das mittlerweile achte Album von Kristofer Aström, nur noch weiter unterstreicht. Bereits „Come Out“, das erste Stück der Platte, entwickelt sich nach einem psychedelischen Intro zu einer glasklaren Americana-Perle, die mit ihrem weiblichen Backgroundgesang beinahe ein wenig an die Duette von Conor Oberst und Emmylou Harris auf „I´m Wide Awake It´s Morning“ erinnert. Auch der Rest von „Sinkadus“ hört sich an wie die Fahrt in einem alten Cadillac über einen staubigen Highway. Von den jüngeren Veröffentlichungen eines Neil Young hat sich Aström für Songs wie „The Party“ und das großartige „Big Lie, Idiot Die“ die geradlinigen Gitarren und das stoische Schlagzeug ausgeborgt, von Ryan Adams dagegen das feine Gespür für schmachtende, leicht verkitschte Country-Balladen wie „When Her Eyes Turn Blue“ und „Old Man´s Car“.

Trotz aller offensichtlichen Einflüsse, derer sich Kristofer Aström auf seinem aktuellen Album bedient, ist „Sinkadus“ dennoch eine eigenständige und höchst abwechslungsreiche Platte geworden. Kaum ein Song ähnelt dem anderen und immer wieder überrascht der Schwede mit ungewöhnlichen Einfällen wie etwa dem Drum-Computer, der das spröde „Hard To Live“ aufhübscht, oder dem verwirrenden Songtitel „Blind Motherfucker“, hinter dem sich wider Erwarten ein hinreißendes Akustik-Stück mit sanft quietschender Lap-Steel verbirgt.

Mit „Sinkadus“ beweist Kristofer Aström wieder einmal, dass man nicht unbedingt Amerikaner sein muss, um ein großartiges Americana-Album aufzunehmen. Er und sein Landsmann Christian Kjellvander sind die besten Beispiele dafür, dass die aufregendsten US-Songwriter manchmal aus Schweden kommen.

christoph
 

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