blind egonumb
VÖ: 03.04.2009 // red farm records

VÖ: 03.04.2009 // red farm records
es wurde kalle wallner ja mitunter dieses oder jenes vorgeworfen. wir zitieren mal das fachmagazin „prog-reviews“: „arena-Sound im floyd-kosmos? kino-melodiösität mit iq-humor? shadowland-pop mit pendragon-attitüde? rpwl-rock mit eiern?“ rpwl, das ist übrigens wallners musikalische heimat im freisinger artprog-resort. ursprünglich mal gegründet als eine coverband der überlebensgroßen pink floyd. was man wallner auf dessen solodebüt „mirror“ aus 2007 noch überdeutlich anhörte. vokale und instrumentale epen, streckenweise in der prog-gemeinde umstritten ob diskutabler sängerischer leistungen oder der notwendigkeit der veröffentlichung als solche überhaupt. nun legt wallner mit „numb“ nach, wechselt diverses personal aus und bleibt den breiten soundwänden treu. wenn auch das gewicht floyd deutlich nachlässt zugunsten einiger nach vorne hinaus geschippter schaufeln härteren gesteins. was keineswegs bedeutet, dass diese nicht auch mit einer gehörigen portion aufgewirbelten staubes, ordentlich dramatisch und auch nicht ohne psychedelische farbenspiele beim zusammenprallen auskommen. insgesamt wirkt „numb“, als habe wallner sich für die aufnahmen von der muckibude nebenan in treibende beats und uptempo-rhythmen fallen lassen. und apropos kräftemessen: ein hübsches gimmick findet sich am ende des albums: „change reprise“ nimmt track sechs noch einmal auf und setzt den gerade als „mixhell“ in der stadt anwesenden iggor cavalera an die drums. ein knackiger konter im eigenen stadion!
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