Schwervon!Low Blow
VÖ: 27.03.2009 // sitzer records

Schwervon! besteht nur aus einem ganz offensichtlich ziemlich glücklich verliebten Pärchen, das sowohl auf Fotos als auch in der Musik genau so wirkt, wie man sich ein junges Bilderbuch-Indie-Boheme-Pärchen so vorstellt. Matt Roth und Nan Turner kommen aus der New Yorker Antifolk-Szene, sind da mit tollen Leuten wie Kimya Dawson und Jeffrey Lewis befreundet und machen dementsprechende Musik, Singer-Songwriter-Folk-Musik mit DIY und Lo-Fi-Einschlag, die sie dazu noch mit gehörig Rock´n´Roll und Blues-Rock-Kram vermischen. Das ganze klingt ganz unglaublich gut, durch den Mann-Frau-Wechselgesang, der zwar nicht nach Gesangsunterricht, dafür aber nach Leidenschaft, Aufmerksamkeit und Hingabe klingt und den etwas rumpeligen Instrumenteneinsatz in etwa so als ob die Moldy Peaches die White Stripes covern. Oder andersrum.
In der Musik geht es um lustige, seltsame oder schöne Geschichten, die die beiden irgendwo in New York oder sonstwo auf der Welt erlebt haben, immer wieder werden irgendwelche Gesprächsfetzen, die sie im Park oder der U-Bahn aufgeschnappt haben, als Grundlagen für die Lieder verwendet, so dass alles sehr lebensnah und authentisch klingt, mal schön, mal bedrohlich, mal niedlich, mal wahnsinnig, mal so, wie es wohl klingt, mit Freunden durch den Central Park spazieren zu gehen.
Low Blow ist insgesamt eine ganz wunderbare Platte geworden, was einen insbesondere für die durch und durch sympathische Band freut. Schwervon! haben, bis auf die Namenswahl, die im deutschsprachigen Ausland wohl für ein paar mittelmäßige Wortspiele sorgen wird, fast alles richtig gemacht! Hofentlich verkaufen sie ihre Sachen gut und werden sehr reich! Verdient hätten sie es allemal!
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karina am 28.03.2009
klingt super! freu mich auf das neue album.