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Insite - Cut (ep)
 
 

InsiteCut (ep)

 

Die ganze Welt kenne Sie, nur Deutschland nicht. Das hat mein Opa schon gesagt. Also wo verdammt nochmal liegt Haltern am See ? Immerhin lässt der Ortsname drauf schliessen, daß es dort zumindest im Sommer ein Freizeitvergnügen gibt. Ne Disco gibt´s da auch und wohl auch ne politische Szene. Aber was im Internet steht soll man eh nicht glauben. Drum einfach an das glauben, was einen glücklich macht. Für vier Jungs aus Haltern am See ist das wohl die Rockmusik. Also nichts mit Disco und kein Bock auf Bikinimädels am See, stattdessen versiffte Proberäume und Iange Haare.

INSITE legen mit „Cut“ ihre 5-Tracks umfassene EP vor. Schnorrende Riffs, röhrende Gitarren und Sänger Matze mit seinem erstaunlich kraftvollen Gesang sorgen für den ersten Überraschungsmoment. Indierock oder so, ins Ohr jedenfalls gehen die Rhythmen des Quartetts und auch die Refrains können überzeugen. Das hier nur semi-professionell eingespielt wurde, merkt man an der mangelnden Dynamik der Instrumente, was mein Quäker im Auto aber sowieso audiotechnisch schluckt. Also rein in die Kiste und den Basslauf geniessen, die Energie spüren und sich vor allem immer wieder über die Stimme wundern. Da liegt Weltschmerz und Resignation auf den Stimmbändern, da strömt Wut und Pein auf jedem Atemzug mit, nur die englischen Texte stehen etwas schüchtern in der Ecke. Gut, daß Sie mit deutschsprachigem Material beweisen, daß auch hier durchaus Tiefe vorhanden ist.

Als es mit Readymade vorbei war, schien es keine wirklich gute englischsprachige, deutsche Indierockband mehr zu geben. INSITE können mit Ihrem Gespür für einfache, aber eingängige Melodien sofort überzeugen, mit der Stimme von Sänger Matze und jeder Menge frischem Blut in den Adern wird die Band hoffentlich bald aus Ihrem Kaff rauskommen. Ich hoff Sie besuchen mich mal, in einer Kleinstadt im Südosten der Republik.

markus
 

2 Kommentare

H0mer am 01.03.2009

Find die Platte echt gelungen, sollte man sich unbedingt mal anhören - vorallem für den Preis^^

goethe am 01.03.2009

kraftvolle stimme? klingt eher nach nem frosch im hals oder dem kläglichen Versuch, worte in so etwas ähnliches wie melodien zu verpacken. Und emotionslos ist es obendrein.
Die texte sind grammatikalisch falsch, der sound sehr schlecht (also nicht semi-professionell, nennen wir es amateurhaft).
Der schlagzeuger hat was drauf, der bassist ebenfalls. Den sänger bitte wechseln und den sologitarristen zum rhytmusmann degradieren.
Dann wird's beim nächsten Mal besser. Auf jedenfall noch ein langer weg, der vor denen liegt.

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