AucanAucan
VÖ: 28.09.2008 // Africantape

VÖ: 28.09.2008 // Africantape
Ein hübsches Intro: Irgendetwas knarzt die ganze Zeit, hier und da kommt etwas Keyboard und Gitarre hinzu. Sehr schön soweit. Dann setzt ein leises Schlagzeug ein, wird langsam lauter und lauter, die Platte nimmt ordentlich Fahrt auf. Das wirkt zunächst alles sehr imponierend: Die Italiener von Aucan spielen, schnell, wild und hart, sehr präzise und vor allem sehr, sehr energetisch. Höchst eindrucksvolle Percussion wird von kleinen Keyboard-Melodien und irgendwelchen elektronischen Spielereien begleitet, dazu kommt ein technisch höchst versiert anmutendes Gitarrenspiel. Keine Ahnung, wie man dieses Genre nennt, Math-Core, Instrumental Prog-Rock oder wie auch immer, es hört sich jedenfalls erstmal ausserordentlich gut an und reisst mit. Im späteren Verlauf allerdings wird das ganze manchmal leider etwas eintönig, aber Aucan schaffen es doch oftmals ganz gut, die Spannung wieder aufzubauen, indem sie ab und zu dramaturgische Pausen einlegen, besondere Melodie-Passagen einbauen, oder Tempo und Rhythmus variieren. Dies sorgt zwar für Abwechslung, allerdings sind diese Passagen nicht immer gelungen, wirken manchmal arg gewollt experimentell und nerven teilweise sogar. Nichtsdestotrotz bleibt der Gesamteindruck ein sehr positiver. Aucan machen das schon sehr gut!
Der etwas langweiliger Beigeschmack, der sich aber leider doch hält, stört auch komischerweise kaum. Wenn draussen ein ordentlicher Sturm weht muss man ja auch nicht die ganze Zeit aus dem Fenster gucken um mächtig beeindruckt zu sein.
So verhält es sich wohl auch mit diesem Album: Eine feine Sache, aber nicht unbedingt zum ganz durchhören.
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