ein bunt bemalter vw-bus, in dem schon in den späten 60ern hippies über die landen fuhren, hält vor deiner haustür. anstelle des vw-zeichens prangt ein totenkopf auf dem kühlergrill. im inneren sitzen nicht etwa ein paar bekiffte alt-68er, nein, sondern die altmetaler von iron maiden, megadeth, slayer, acdc, metallica, black sabbath, europe, twisted sister und saxon. doch anstatt e-gitarren, schlagzeug und ihrer sänger haben sie akustikgitarren, piano, tambourine, sanfte streicher und eine sängerin mit der zuckersüßen stimme schlechthin mit an bord. und die rockopas bitten dich auch noch mit einzusteigen! geht nicht?
geht doch! der vw-bus trägt den titel „hymns in the key of 666“, und am steuer sitzt das schwedische trio hellsongs, das unter dem etikett „lounge metal“ durch die landen zieht. im ergebnis bedeutet das eine wahnwitzige, sommerliche irrfahrt durch und eine hommage an 25 jahre rock-und metal-geschichte im hippiesken singer/songwriter-stile. dabei sind die originale größtenteils so eigenwillig interpretiert und verfremdet, dass selbst der größte fan von besagten altmetalern diese nur mit allergrößter mühe wieder erkennen wird. das klingt aber nicht gezwungen, sondern frei und losgelöst, und vor allem nur wahnsinnig natürlich. es ist einfach alles am richtigen platz. das verträumte piano lässt einen richtig schön reingleiten, in dieses „lounge metal“-ding. die perfekt platzierten und feinfühlig arrangierten streicher nehmen einen dann an die hand und zeigen einem die schönheit dieser hymns in the key of 666. oben auf die zerbrechliche und dennoch sexy stimme von harriet ohlsson, welche den metalklassikern schließlich den allerletzten und ganz ganz neuen glanz verleiht, unter dessen wohligen und warmen eindruck man dahin zu schmelzen droht!
am ende bleibt nichts anderes übrig, als sich den süssen, flockigen, einfühlsamen und eigenwilligen darbietungen der ollen rockkamellen wie etwa „paranoid“, „thunderstruck“ oder „symphony of distruction“ hinzugeben und einem herzlichen und gaaaaanz breiten lächeln auf den lippen platz zu machen. hier muss man also einsteigen. ach was, hier muss man sich reinlegen!
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oh, wie ich mich auf dieses album gefreut habe!
awoo // 04.07.2008