Mea minima culpa - Meine sehr geringe Schuld. So der Titel des ersten Demo-Outputs des Verdeners Björn Göran Detjen, welcher sich bei genauerer Betrachtung des Projektes als großer Irrtum erweisen sollte. Denn bei Swimming With God handelt es sich keinesfalls umeine mehrköpfige Band, sondern um das Soloprojekt eines musikalischen Tausendsassas, der auf beeindruckende Weise mit den unterschiedlichsten Instrumenten umzugehen weiss. So stammen alle Klänge, seien es Tasten-, Saiten-, oder Schlaginstrumente, aus Detjens eigenen kreativen Händen, der die Platte im Alleingang einspielte. Gesammeltes Material aus zwölf Jahren des Komponierens soll nun endlich Freiluft schnuppern.
Einflüsse aus verschiedensten Genres werden geschickt unter einen Hut gesteckt. Eine Wundertüte? Nur bedingt, denn die großen Überraschungen samt Knallbonbon bleiben trotz großer Ideenvielfalt leider aus.Der Opener "I'd rather wear fur than go naked" erinnert klanglich und stimmlich an Mike Patton und könnte genauso das poppige Zwischenspiel einer Fantômas-Platte bilden. Dem flattert gleich das mit Jazzanleihen ausgeschmückte und vom Piano getriebene "Another Foggy Day In Town" hinterher.
Frank Zappa schickt einen Gruß durch den Nebel. Seine großen Momente hat die Platte immer dann, wenn Björn Göran Detjen, wie im instrumentalen "March of the Hexenmeister" sein Talent am Bass zur Schau stellt. Hier vermutet man nicht selten einen gewissen Les Claypool am 4-Saiter, der als Sänger und Bassvirtuose seiner Band Primus zu großer Popularität verhalf.
Popularität, bei der sich Detjen mit Mea Minima Culpa leider hinten anstellen muss. Denn den sechs ungleichen Stücken mangelt es schlussendlich an Würze und Widerhaken, um den Aufmerksamen Hörer am Schlawittchen zu fassen und die Synpasen zum Frohlocken zu bringen. Der Eindruck leichter musikalischer Unentschlossenheit - welche wohl dem teils hohen Altersunterschied einzelner Songs zuzuschreiben ist - wird durch das fehlen gesanglicher Geradlinigkeit noch verstärkt.
Zu viel Experimentierfreude mit der Stimme wirkt sich hier negativ aus. Was am Ende bleibt, ist jedoch eine große Menge Respekt vor Björn Göran Detjens Einzelleistung und der Wunsch auf zukünftigen Erfolg - dann vielleicht sogar mit dem erhofften Label-Signing.






















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