The Blue Angel Lounge

The Blue Angel LoungeEwig

VÖ: 14.06.2012, 8MM Musik

Von Bernd Skischally

Übersättigt an jungen Bands, die innovativ und eigen genug sind, um Genialität zu versprühen, fern von stumpfen Party-Soundtrack-Ambitionen, ist Deutschland nicht gerade. Schön deshalb, ein Lebenszeichen aus Hagen zu erhalten. Von dort stammen The Blue Angel Lounge und deren 2009 und 2010 veröffentlichten ersten beiden Platten erwiesen sich bereits als Doppel-Manifest, das weltgewandte Dramatik und Tiefensehnsucht mit packend abgehangenen Psych-Shoegazer-Klängen verband. Als Vorgeschmack auf das bald folgende dritte Album veröffentlichen The Blue Angel Lounge mit "Ewig" eine 4-Track-EP, die als schweres, weißes Vinyl und in limitierter Stückzahl auf dem für exquisiten Geschmack bekannten Berliner Label 8mm Musik erscheint.

Besonders hervorsticht in der Tat der Titeltrack - als einziger auf Deutsch gesungen und trotz eines eher minimalistischen Arrangements massiv opulent für die Sinne. Zu bedrohlichen Orgellauten singt Nils Ottensmeyer darin zunächst mit hallend choraler Stimme "Ich wollt du wärst ein Gegenstand, der sicher liegt in meiner Hand" - um am Ende des Stücks markterschütternd anzuheben: "Ich halt dich fest ein Leben lang". Genial. Mit etwas mehr Groove und gitarrenlastiger - der zweite Hit der EP: "In Distance". Im Video dazu springen mal wieder Leni Riefenstahls Athleten vom Turm, was angesichts der düster deutschen Betonung der englischen Lyrics allerdings ein durchaus stimmiges Bild ergibt. Auch dieses Stück verleitet sofort zur Dauerrotation und beamt einen verdammt weit raus in den Orbit. Zusammen mit dem Ian-Curtis-2.0-Song "Meloch Halb & Halb" und der schwermütig getragenen Orgel- und Streicher-Ballade "Inertia" lässt sich ganz gut erahnen, wie sich The Blue Angel Lounge weiter entwickeln wollen. An Inspiration sollte es nicht mangeln, schließlich kam die sechsköpfige Crew aus dem Südosten des Ruhrgebiets erst kürzlich zu der Ehre, eine USA-Tour im Vorprogramm ihres befreundeten Supporters Anton Newcombe und dessen Band The Brian Jonestown Massacre spielen zu dürfen.

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