Crocodiles

CrocodilesEndless Flowers

VÖ: 01.06.2012, Souterrain Transmissions

Von Annett Bonkowski

ein nackter mann auf dem cover. na und? die crocodiles geben sich auf ihrem neuen album "endless flowers" in sachen bildauswahl ebenso unbefangen wie hinsichtlich des songwritings und strotzen geradezu vor selbstvertrauen, ohne den hörer damit zu überfahren. die mittlerweile vom duo zum quintett angewachsene band, die sich für die aufnahmen nach berlin begab, vereint auf den zehn neuen songs lässigen noise-pop mit punk-attitüde, deren charakter insgesamt durch ungemein melodiöse hooks und einem insgesamt leicht aufmüpfigen spiel geprägt ist. der nachfolger von "sleep forever" (2010) rumpelt nicht mehr ganz so ungestüm vorwärts und kommt vor allem in sachen produktion etwas gebändigter daher, was an vielen stellen dein eindruck erweckt, dass die crocodiles eine größere prise pop in die songs gestreut haben.

gleich zu beginn der platte bilden der titeltrack "endless flowers" sowie das folgende "sunday (psychic conversation #9)" eine unverschämt eingängige doppelspitze, die vor allem durch die energischen gitarren-akkorde eine schwungvolle dynamik entwickelt. einen hauch sehnsüchtiger geht es dafür in "no black clouds for dee dee" oder aber auch dem stark mit hall unterlegtem "hung up on a flower" zu, deren angedeuteter schwermut doch nicht allzu gewichtig auf der seele lastet und sich spätestens beim wohl psychedelischsten stück des albums "my surfing lucifer" in luft auflöst. wohl auch dank des zwei-minütigen intros, dessen klangbild von einer reihe von deutschen versen bestimmt wird bevor die band weitere fünf minuten verzerrten gitarren-pop dranhängt.

"bubblegum trash" klingt dagegen wie der soundtrack für eine horde jugendlicher, bei denen die mädchen kaugummi kauend auf dem beifahrersitz neben ihren sonnenbebrillten freunden mit den lederjacken sitzen und sich von der sorglosigkeit des windes voran treiben lassen. eine atmosphäre, die über das gesamte album immer wieder erzeugt und gelebt wird. "come on feel the noise, girls rock your boys, we'll get wild, wild, wild" - die crocodiles dürften dem wohl zustimmen!

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