Staring Girl

Staring GirlSieben Stunden und 40 Minuten

VÖ: 08.06.2012, K&F Records

Von Maximilian Römer

Labeldebüt einer deutschsprachigen, in Hamburg und Kiel ansässigen Band. Das ruft natürlich sofort Assoziationen zur Hambuger Schule hervor. Und man siehe da: Nach den ersten beiden Tracks wird klar, dass die fünf Musiker gewiss einige Platten a la Tocotronic oder Sterne gehört haben. Allerdings ist Sieben Stunden und 40 Minuten keine billige Kopie – dann schon eher eine Hommage. Trotz allem haben Staring Girl einen eignen Stil und spielen mit Worten und leichten Gitarren als hätten sie nie etwas anderes getan.

Schon der Opener der zehn Stücke der Platte offenbart was man erwarten kann. Ein seichtes Spiel von Gitarren, Bass und Schlagzeug. Dezent und unaufdringlich erklingt der Sound, jedoch trotzdem nicht einfältig und langweilig. Manchmal ist weniger ebn doch mehr. Die Giatrre zupft sich durch Akkorde in Moll und erscheint an den passenden Stellen fren und hat teilweise einen hypnotisierenden Charakter.

Die Texte beschreiben ein relativ tristes und eintöniges Leben eines fiktiven(?) Protagonisten, der sich durch den Alltag schlägt und trotz der Trauer und Melancholie ein Held ist. Ein Anti-Held eben, wie man es von Bands wie Muff Potter oder Mikrokosmos23 kennt. Hier werden keinen großen Reime gesucht, sondern Geschichten erzählt. Und das mit einer schönen, warmen Stimme, die einen sofort in ihren Bann zieht. Man hört deutlich die nordische Herkunft: Geprägt durch das drückende, oft doch graue Wetter, das Meer, das Hoffnung auf etwas Anderes, etwas Größeres da draußen macht.

Sieben Stunden und 40 Minuten ist ein gelungenes Label Debüt und das Signing haben sich Staring Girl in jedem Fall verdient. Am Ende der 10 Songs denkt man gar: „Schade das dieses Album nicht so lange dauert, wie der Titel im Vorraus suggeriert.“

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