Elektrik Farm

Elektrik FarmNuts

VÖ: 11.05.2012, Demo/Eigenproduktion

Von Christoph Hoffmann

Vier junge Männer aus Dresden tragen hier ein beschwingt rockendes Stück Seltsamkeit zusammen. Sie nennen sich Elektrik Farm und machen verkopfte, trickreiche und höchst unterhaltsame Musik, die hart zu greifen ist. In jedem Stück scheint es ein gutes Dutzend Tempowechsel zu geben, der Gesang changiert zwischen bekloppt, weltumarmend und Eddy Mercury-isch, groovende Bassläufe drücken durch die Songs, die Slide-Gitarre heult. Dazwischen stehen Blues-Elemente und Bruchstücke klassischen Rocks herum - und irgendwie fügt sich das alles bestens zusammen. Wenn hier auf eine fast-epische Ausuferung des Songs dann ein wie von quälendem Harndrang angetriebene Up-Tempo-Passage folgt, dann klingt das zwar seltsam und mitunter himmelschreiend irrwitzig, aber trotzdem ungewöhnlich stimmig. Und gerade dann, wenn man sich darauf eingestellt hat, dass Elektik Farm sich diesem kompliziertem Experimental-Sound à la Mars Volta verschrieben haben und man auf den nächsten Ausbruch des durchdachten Wahnsinns wartet, überraschen sie mit einem gefühlvollen, ruhigen und beseelendem Akustiksong, der so schön ist, dass es einem für einen Moment die Tränen in die Augen treibt.

Elektrik Farm könnten vermutlich wesentlich mehr Erfolg haben, wenn sie sich auf diese ruhigen, akustischen Nummern konzentrieren würden - aber es ist sehr schön, dass sie es nicht tun und sich ganz dem unkonventionellen und abenteuerlichem Musizieren und ihrer grandiosen Spielfreude hingeben. So ist "Nuts" atemberaubend vielseitig, schräg und sonderbar. Es verlangt deswegen nach voller Aufmerksamkeit und ist als "Nebenbei-Musik" vollkommen ungeeignet, lässt man sich aber darauf ein, wird man bestens unterhalten.

Das Album kommt als hübsch aufgemachte Schallplatte (mit mp3-Download-Code) daher und ist auf 300 Stück limitiert...

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