The Mojomatics

The MojomaticsYou Are The Reason For My Troubles

VÖ: 08.06.2012, Outside Inside Records

Von Kira Schneider

Liebe in allen ihren Facetten, das ist doch schon immer das absolute Topthema aller derjenigen gewesen, die Lieder schreiben, seit im Mittelalter Hipster- Minnesänger den Trend gesetzt haben. Daher dreht sich auch auf dem neuen Album der Mojomatics aus Italien alles ums Lieben, Verlassen und Verlassen werden und auch ums Zusammen glücklich sein- alles, was der Gegenstand so hergibt, wird auf „You Are The Reason For My Troubles“ in 11 Songs nachempfunden. ‚Kann man das Persönliche universell machen? ‘ ist die steinalte Frage. Möglicherweise, denn was die Mojomatics besingen, das kommt einem doch bekannt vor. Die Art, wie sie es besingen, ebenfalls, denn aus den Lautsprecher schwappt einem schon mit dem Opener „Behind The Trees“ eine charakteristische Retrowelle entgegen, die in bester Manier an Bands wie die Rolling Stones und die Kinks erinnert- gitarrenlastig und gut drauf.

Auch countrymäßig geht es ab und an her, beispielsweise beim Titelsong „You Are The Reason For My Troubles“, der an zweiter Stelle kommt und ein wenig bedröppelt mit dem Banjo-Schiefe-Mundharmonika-Intro, oder „You Don’t Give A Shit About Me“. Letzteres betört sogar mit Walzertakt, und dieses resigniert-fröhliche beißt sich einfach so herrlich lustig mit dem Titel und dem Text des Songs, dass man die 2 ½ Minuten mit einem Grinsen im Gesicht verbringt, auch wenn hier die Gestaltung auf musikalischer Ebene doch sehr, sehr bierzeltartig anmutet.

Die Mojomatics sind aber nicht eine der vielen Notorisch-Gute-Laune-Bands, sie gehen tiefer in die Materie. Da Liebe bekanntlich Leid mit sich bringen kann, schwingt auch das Bittersüße auf dieser Platte mit; „Feet In The Hole“, „The Ghost Story“ und „In The Meanwhile“ sind Paradebeispiele. Mit einem 60er Vibe und unter die Haut gehender Harmonik ist vor allem das letztere unbedingt hörenswert.

Diese erkennbare (übrigens komplett analog produzierte) Hommage an die alten Weisen des Genres und das prominenteste Gefühl der Gattung Mensch bekommt durch liebevolle Details und einen ab und an durchscheinenden italienischen Akzent der beiden Herren (shit als sheet, herrje) einen individuellen Anstrich. Man hat zwar immerzu das Gefühl, das hat man doch schon mal irgendwo gehört. Und gedacht hat man sich auch schon mal das Gleiche. Oder nicht? Und voilà, da sehen wir’s: Persönliches ganz universell, das geht.

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