Appaloosa

AppaloosaThe Worst Of Saturday Night

VÖ: 02.04.2012, Black Candy Records

Von Maximilian Römer

Das nunmehr fünfte Album der italienischen Band erinnert von der Aufmachung her an die Hardcoreplatten der frühen 90er und die Bands, die auch heute noch versuchen den Spirit eben dieser Bands in ihrem Layout zu bannen. Zugegeben: Ich kannte die Band zuvor nicht und hätte ich die Veröffentlichung beim Plattenhändler meines Vertrauens vorgefunden, so hätte ich Sie nur wegen des Covers ganz schnell aus der Experimental-Abteilung in die Hardcore-Abteilung gesteckt. Aber: „Never judge a book by its cover“. Und deswegen Lautstärke ein wenig hoch, denn die habe ich beim Play Drücken auf „moderat“ gestellt. Genau hinhören lohnt sich aber!

1999 in der Toskana gegrüdet unterwarfen sich die Musiker einem Experiment. Auf Lyrics sollte verzichtet werden und dennoch sollten die Bilder und Ideen, welche dem Song zu Grunde legen durch die Musik kommuniziert werden. The Worst of Staurday Night schafft genau das. Hier werden Geschichten eines Abends erzählt, welche alleine durch die Musik dem Hörer das nötige Verständnis bringen. Durch aggressive Bässe, die vielen rhytmischen Breaks und den gut-plazierten Einsatz von Synthies und Loops lässt sich hier ein kompletter Abend rekonstruieren. Das Ganze beginnt ausgelassen, erreicht zur Hälfte des Albums seinen epischen Höhepunkt und endet langsam, erschöpft und ein bisschen bitter. Die Veröffentlichung klingt zwar nicht nach dem schlimmsten Samstag-Abend wie von der Band im Albumtitel postuliert aber teilweise entwickeln die Italiener durch ihr Zusammenspiel eine teils düstere, teils melancholische Atmosphäre.

Die Veröffentlichung – zum ersten Mal auf Black Candy Records – mischt auf interessante Art und Weise Hip-Hop-anmutende Beats mit frenen Gittarenriffs und einer psychodelischen Note. Empfehelsenswert in jedem Fall, jedoch nicht die Warm-Up-Platte für einen Samstag Abend, aber das verrät der Titel ja quasi schon.

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