Wenn man an Britpop denkt, kommen einem natürlich sofort die üblichen Verdächtigen in den Sinn. Doch neben Oasis und Blur gab es schon in den 90ern und 00er Jahren andere Vertreter des Genres, die sich mit einem eigenwilligen, verspielten Stil vom Allerlei abhoben. Vor allem Kula Shaker und später The Coral schafften es, Britpop mit indischen bzw. psychedelischen Elementen zu mischen und so aus der Masse hervorzustechen. In die gleiche Kerbe schlagen nun die Bequerels mit ihrer EP Vermints On The Run.
Die sechs Tracks der EP beweisen, dass die Münchner ein Händchen für eingängie Melodien haben. Mehrstimmige Gesangsparts, Orgeln und midtempo-Gitarrensoli schaffen einen phärischen, etwas verspulten Sound und sorgt bei dem ein- oder anderen Hörer sicher für einen Backflash in die Jahre um die Jahrtausendwende. Aber nicht nur die Ennio-Morricone Soundtrack-Nummer haben die Münchner auf dem Kasten, mit Peggy Sue haben sie auch einen veritablen Tanzflächen-Hit im Repertoire, der vielleicht schon bald die Indie-Kids zum Tanzen bringt. Keine Neuerfindung des Genres, aber eine gelungene Reminiszenz an die Helden des Genres.


















