Plattenfirmen und PR-Menschen erzählen ja viel, wenn der Tag lang ist, aber der Aussage, Damien Jurado und der Produzent Richard Swift, der bereits das 2010 erschienene „St. Bartlett“ mitverantwortete, wären so etwas wie die neuen Ennio Morricone und Sergio Leone, darf dann doch gerne zugestimmt werden. Gerade der Beginn von „Maraqopa“ lässt nämlich durchaus an staubtrockene, wortkarge Western denken: Psychedelisch flirrende Orgeln treffen auf Filmmusiksequenzen und ausgedehnte Instrumentalpassagen, die scheinbar nie enden wollen, obwohl die zehn Stücke des Albums insgesamt weniger als 40 Minuten dauern.
Im weiteren Verlauf öffnet sich „Maraqopa“ allerdings auch zunehmend anderen, weit weniger erdigen Einflüssen und überrascht unter anderem mit einem „Another Brick In The Wall“-Kinderchor („Life Away From The Garden“), tänzelnden Bossa Nova-Klängen („This Time Next Year“) und den beiden eher leicht verdaulichen, aber nichtsdestotrotz fein arrangierten Americana-Perlen „Working Titles“ und „So On, Nevada“.
Sieht fast so aus, als hätten die beiden Geistesverwandten Damien Jurado und Richard Swift nun endgültig zueinander gefunden.


















