Walls of Sound sind dazu da, sie einzureißen. Dazu bedarf es mathematischer Genauigkeit, wie auch einer kontrollierten Brachialität. Kurz ist der Aufprall der Kugel auf Beton, lange hat man ihn erahnt. Wenn es knallt, ist es nicht so laut, wie gedacht. Eher schillernd, von einer unerwarteten Eleganz, staubt alles zu. Eine Wolke aus Schall. Irgendwoher spielt irgendwer eine Trompete. Anstelle der erwarteten Ruine: Neubauten, komplex und filigran. Eine Erkenntnis stellt sich ein: Diese Walls of Sound sind nicht einzureißen. Sie kehren stetig wieder und erfinden sich dauernd neu. Die Wiederholung des Immerneuen. — Wären Racquets keine Band, sondern eine Bewegung, wäre „No Time for Beggars“ keine CD, sondern ein Manifest, dann könnten wir vielleicht das darin lesen.
Streng genommen sind Racquets nur manchmal Band und meist: Benjamin Kövener. Der hat „No Time for Beggars“ komponiert, eingespielt, aufgenommen, gemischt, in eine stilsicher minimalistische Promohülle geschoben, zugeklebt. Und damit Freunden von Breakbeats, Math- und Post-Rock gleichermaßen Anlass gegeben, sich die im Takt nickenden Köpfe zu zerbrechen: Was ist das für Musik? In welche Schublade damit? Battles in Batikshirts? Benjamin Kövener juckt das wahrscheinlich wenig. Vielleicht hadert er gerade mit sich um eine griffige Überschrift zum Manifest: „Reiß alles ab“. Oder doch „Wir bauen eine neue Stadt“. Oder beides.






















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