CaspianLive at Old South Church
VÖ: 27.01.2012 // Make My Day Records

Seit 2003 schon machen Caspian aus Massachusetts aufregenden, höchst emotionalen, pompösen und ergreifenden Postrock, touren um die Welt, begeistern alle die, die ihre Liveshows sehen und hören können. Trotzdem sind sie Geheimtipp geblieben, selbst innerhalb der Post-Rock-Ohne-Gesang-Szene haben sie eine eher kleine und elitäre Fanschar – und obwohl dieses Live-Album vielleicht das Beste ist, was diese Band bis heute veröffentlicht hat, wird sich das leider aus hausgemachten Gründen nicht ändern: Die CD wird in einer nur auf 1000 Stück limitierten Auflage erscheinen.
Das Album wurde in einer riesigen Kathedrale in Boston bei einem Benefiz-Konzert für Amirah, eine Organisation, die sich um die Opfer von sexueller Gewalt kümmert, aufgenommen – und dieser Ort passt vortrefflich zur Musik. Andächtig weitläufig und majestätisch fließen Gitarren, Streichinstrumente, Bässe und Schlagzeug in- und auseinander, Hall und Echos füllen die Luft zwischen kalten Steinmauern, Kontemplation geht unter dem Kirchendach direkt in Aufregung über, helles Licht strahlt ebenso duch die transparente Selbstvergessenheit der Band wie durch die heftigen, intensiven Aufbäumungen der Songs. Staub wird aufgewirbelt und legt sich wieder. Alles ist in Bewegung, in kosmischer Harmonie und in epochaler Veränderung. Mit fast heiliger Intensität spielen Caspian in der alten Kathedrale gegen alle Widrigkeiten der Welt an.
"Live at Old South Church" ist ein umwerfend gutes Album geworden, das das Potenzial hat, Caspian neben Größen wie Godspeed You! Black Emperor, Mogwai oder Explosions in the Sky zu etablieren.
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