All the SaintsIntro to Fractions
VÖ: 26.01.2012 // Souterrain Transmissions

VÖ: 26.01.2012 // Souterrain Transmissions
nein, wie all saints klingen die wirklich nicht, daran gibt es von der ersten sekunde an keinen zweifel. so noisig, wie es los geht, wird jede eventuelle ähnlichkeit zu den fast-namensvetterinnen im keim erstickt. gitarren und schlagzeug krachen in bester sonic youth-manier, der gesang erinnert in stimme und produktion wie zuletzt tame impala an john lennon. doch wo krach ist, lebt oft auch der poppige moment. dieser muss sich allerdings krallen, was er kriegen kann, denn der noise schenkt ihm nichts, im dichten nebel der klirrenden becken und drone-gitarren, die dank der gratwandernden produktion nicht schneiden, sondern das ohr hart aber herzlich streicheln. wenn das schlagzeug meditativ eine ausgefuchste phrase loopt, und der bass sich darum wickelt, die gitarre psychedelisch haucht und der sänger in die space-spirale singt, schießt einem sogar led zeppelin durch den kopf, was durch einen gewaltigen stoner-rock-einschlag durch die jahre ins jetzt katapultiert wird. als dann die akustikgitarre aus einem klitschnassen chorus-effekt heraustropft, findet man seinen kopf endgültig in dichten schwaden wohliger müdigkeit wieder - durch musik hervor gerufen durchaus willkommen.
das songwriting marschiert stets nach vorne, ohne blick zurück. refrains sucht man fast vergebens, alles entwickelt sich von einem punkt zu einem anderen hin, der weg ist der song. eine wahre odyssee, und am schluss schaut einen dann der poppige moment mit strahlenden augen direkt an.
Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.