Der EmpfangDer Empfang
VÖ: 01.11.2011 // Kick The Flame

"muss der erste track eines albums wirklich russendisko heißen" fragt mich mein mitbewohner beim bemustern der neuen bemusterungs-cds, die ich am küchentisch aus dem briefumschlag hole. ein zugehöriges anschreiben lobt hoch: "gitarrist und komponist timo klöckner schart in der empfang die köpfe der großartigen bands […] um sich und schafft damit ein neues genre, welches er selber als "avantgarde-schlager" bezeichnet".
also bin ich etwas gespannt beim reinhören. auch wenn nach einer längeren diskussion ob der politischen korrektheit des worts "russendisko" noch immer keine klarheit darüber herrscht, packen mich klöckners kompositionen allerspätestens dann, wenn es zum zweiten mal auf dem debut-album auftaucht: "russendisko 2" hat wirklich hitcharakter. "schlager" erinnert mich an wolfgang petry, auch wenn das vielleicht gar nicht gut assoziiert ist, und ich bin erfreut, dass mich der empfang nicht an wolfgang petry erinnert, sondern vollgeladen ist mit frischem wind.
es handelt sich bei "der empfang" und deren "avantgarde-schlager" eben um musik ohne gesang. und bei musik ohne gesang geht es neben harmonie und all dem kram viel um rhythmus und gutes timing. "leude, leude ich sach's euch, das geheimnis liegt im schlagzeuch", zitiert eben selbiger mitbewohner und hier stimme ich zu. diese musiken grooven, diese köpfe dieser großartigen bands wissen, wie man musik macht. ein album, das möglicherweise mal einen kauf lohnt.
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