ENO-T
VÖ: 25.11.2011 // Synalgie Records

VÖ: 25.11.2011 // Synalgie Records
Das Schweizer Duo ENO ist irgendwie hinterhältig. "-t", ihr drittes Album verleitet dazu, ein geplegtes Nickerchen zu machen – und sobald man es sich in der komfortablen Ruhe und Harmonie der Musik bequem gemacht hat, wird man hart gepackt und wachgerüttelt. Dabei ist eigentlich von Anfang an klar, was einen erwartet: Das Album beginnt mit einer harten, aufregenden Post-Rock-Eruption vom Feinsten. Ein energetisches Stampfen, eine unheilvoll heraufziehende Wolke aus drohender Gitarre, die sich nach kurzer Zeit in herrlichem Krach entlädt.
Es folgen zwölf Minuten, die wohlwollend als "ereignisarm" bezeichnet werden können. Gemächlich, gefällig und etwas verträumt plätschert das Lied dahin bis es irgendwann vorbei ist. ENO dümpeln die meiste Zeit so entspannt herum, aber die Gewissheit, dass sie auch noch etwas anderes können und bereit sind, es zu zeigen ist immer da.
Später irgendwann wird die Musik dann allmählich etwas dichter, Klangschichten legen sich aufeinander, winden sich ineinander und verstricken sich, die Musik wird zunehmend raumfüllender und erweckt mehr Aufmerksamkeit und driftet allmählich aus der Cocktail-Chillout-Ambient-Lounge-Musik-Ecke in den Postrock-Bereich. Nach einer gewissen Zeit verweht die Aufregung dann wieder, die Musik entwickelt sich zurück in flächendeckenden Wohlklang. Behaglichkeit und Ruhe machen die Äuglein schwer, unweigerlich stellt sich irgendwann eine gewisse Schläfrigkeit ein. Kurz bevor man aber völlig eingeschlafen ist, donnern ENO wieder los, es gibt eine gute Minte lang lautes Getose, wüst wird man aus der süßen Schlummerstimmung gerissen und ist plötzlich wieder hellwach.
"-t" ist eine komisch Platte. Zu aufregend und zu überrumpelnd für Ambient-Musik, über weite Strecken zu beliebig und zu langatmig für Postrock. Das Album lässt sich fast unmöglich übder seine ganze Länge konzentriert verfolgen, als "Nebenbei-Musik" taugt es auch nicht wirklich. Trotzdem ergibt sich gerade durch diese Unsicherheit, wann es denn wieder zur Explosion kommt, ein durchaus spannendes Hörerlebnis.
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christian am 11.01.2012 um 22:16 UHR
wir sind pleite!!!
schweres doppel vinyl...
keine bookings...
kein bier...
kein van...
schweizer national bank ade...
beileidsbekundungen unter www.facebook.com/eno.postrock...