Kid ChocolatKaleidoscope
VÖ: 05.12.2011 // Poor Records

VÖ: 05.12.2011 // Poor Records
energiegeladen geht's los, eine erfrischende rhythmus-studienarbeit über den psychedelischen pop-sound der sechziger, wenn ich raten müsste, welches instrument der nach einem boxer benannte kid chocolat ursprünglich gelernt hat, so soll es definitiv das schlagzeug sein. instrumentalsong "rosemary brown's ghost" reißt mich mit (er handelt von einem mädchen, das durch liszts und chopins geister gezwungen wird, gewisse akkorde zu spielen), durch "let's form a party" komme ich endgültig in fahrt und eigentlich könnte es genau so weiter gehen – wenn nur der störende gesang nicht wäre.
kid chocolat arbeitet auf dieser seiner dritten platte auf dem eigenlabel poor music mit verschiedenen gesangsformationen zusammen und mich lässt die frage nicht los, ob das das gesamtkonstrukt wirklich besser macht. sagen wir so: instrumental wären diese songs ziemlich großartig, mit tahiti 80 im hintergrund ("oh baby, your all i need, oh baby, don't be afraid") oder chocolats eigener stimme in "i'm standing", welche mir stetig "everything's gonna stay that way. for ever and ever" ins ohr flüstert, wirkt es eben wirklich wie abgedroschener sixties-kram.
trotzdem: ein lohnendes album für beat-freunde, für menschen, die mal wieder echtem rhythmus lauschen möchten.
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