The CureBestival 2011
VÖ: 02.12.2011 // Sunday Best Recordings

VÖ: 02.12.2011 // Sunday Best Recordings
eines der besten europäischen festivals, das steckt bereits im namen, und 2010 gab's den "best major festival" award von festivalawards.com - 4 tage lang wird die isle of wight südlich von london zu einer mischung aus karneval, woodstock und grufti-fetischball, verrückte menschen so weit das auge reicht und inmitten davon ein wahres rock-urgestein, dass sich "die heilung" nennt.
trotzdem: was schreibt man über eine band, die ihre besten tage nicht mehr toppen wird? vielleicht zunächst etwas hintergrund: the cure besteht seit 1976, hatte ihren höhepunkt vielleicht gegen 1990, hat 2000 mit studioalbum "bloodflowers" eine art neustart gewagt. aber was schreibt man noch? nun, vielleicht, dass menschen, die rock und liveperformance treu bleiben, es erwartungsgemäß immer noch ziemlich drauf haben. und vielleicht, dass menschen, die bereits so lange kleidungsstil und frisur beibehalten haben, wie sänger und gitarrist robert smith, aus heutiger perspektive einen gothic-touch aufgedrückt bekommen könnten.
"bestival 2011" hört sich nahezu wie ein studioalbum mit tollem sound, gutem zusammenspiel und einer applausumrandeten glanzparade einigermaßen neuer wie altbekannter songs. "the only one" soll als beispiel des neuen cure-soungs dienen, wenn man mal reinhören will, was diese band heutzutage so fabriziert. 2008 als single erschienen, bietet der track auch live eine wunderschöne wärme und authentische emotion. wer dort war, hat sicherlich spätestens hier eifrig mitgefiebert.
insgesamt 30 songs nehmen den hörer auf dieser doppel-cd mit auf eine reise in die offene weite, das verrückte lebensgefühl eines festivals und in die tiefbritischen goth-schminkköfferchen von camden market.
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Christian S. am 02.12.2011 um 13:31 UHR
Ein paar Anmerkungen / Besserwisserei:
- Meine "Bestival Live 2011" von The Cure hat 32 Songs
- Nach "Bloodflowers" kamen noch 2 Alben, 2004 "the Cure" und 2008 "4:13 Dream" (inkl. the only one). Beide sind bei den Kritikern und bei den Fans ziemlich gut angekommen.
- "nahezu wie ein studioalbum mit tollem sound" ... Da Cure bei dem Konzert in Minimalbesetzung (nur Robert Smith an der Gitarre) spielten, haben sie einige Songs anders arrangiert, so sind viele Songs in bislang ungehörten Versionen darauf, und alle unverkennbar live und eben nicht wie ein Studioalbum (so empfinde ich das zumindest).
- Erwähnen sollte man, denk ich mal, dass die Erlöse dieser Veröffentlichung allesamt an den Isle of Wight Youth Trust, einer gemeinnützigen, unabhängigen und professionellen Organisation gespendet werden.