Peter BroderickMusic For Confluence
VÖ: 25.11.2011 // Erased Tapes

VÖ: 25.11.2011 // Erased Tapes
Peter Broderick ist wie die meisten seiner Kollegen bei Erased Tapes einer jener Künstler, bei denen man ordentlich auf Zack sein muss, um Schritt zu halten mit ihren Veröffentlichungen. Glücklicherweise gehen beim jungen Amerikaner Quantität und Qualität einträchtig nebeneinander her, so dass es kaum verwundert, dass auch sein neuster Streich wieder ein hervorragendes Album geworden ist.
Dabei ist „Music For Confluence“, komponiert für einen Dokumentarfilm von Jennifer Anderson und Vernon Lott, wahrlich keine leichte Kost. „Confluence“ handelt von einer Reihe mysteriöser Mordfälle an jungen Frauen, die sich Anfang der 80er Jahre in Lewiston, Idaho, unweit der Heimat Peter Brodericks, zutrugen und bis heute nicht aufgeklärt wurden. Dementsprechend stellt sich beim Hören der 13 melancholischen, bedrückenden Stücke ein vages Gefühl des Unwohlseins ein. Die Mischung aus Angst, Verzweiflung, Wut und banger Hoffnung, die die Familien der Opfer umtreibt, ist in „Music For Confluence“ zu jeder Sekunde fast körperlich zu spüren.
Ein einziges Mal meldet sich Peter Broderick im abschließenden „Old Time“ selbst zu Wort. „Shame on this old time“ singt er dann immer wieder - fast so, als wolle er damit die Geister der Vergangenheit vertreiben und dazu mahnen, weiterzumachen. So schwer es auch fallen mag.
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