SwodDrei
VÖ: 25.11.2011 // City Centre Offices

Ist es eigentlich so, dass Instrumente, ähnlich wie Musikgenres en vogue sind? Vielleicht gilt das nur für ausgefallene Instrumente wie die/der/das Keytar. Vielleicht gilt das auch für Synthies, die sich mittlerweile in jedes Muskstück drängen, ob es nun passt oder nicht. Aber manchen Instrumente – so würde ich behaupten – haben Beständigkeit. Das gilt zum Beispiel für das Klavier. Und dieses haben Swod auf ihrem nunmehr dritten Album ausgegraben, enstaubt und wieder zu vollen Leben erweckt. Und siehe da: Es bedarf keinem elektronischen Schnick-Schnack. Ein solch altes Instrument kann innovativ genutzt werden und wunderschöne Gefühle transportieren.
Oliver Doerell und Stephan Wöhrmann – ihres Zeichens das Duo Swod – haben sich 1991 in Berlin kennengelernt und machen seither Musik. In vielen Projekten zugange haben die Musiker sich nun wieder zusammengesetzt und somit auf das Alte, das Ursprüngliche besonnen und von daher passt es gut, dass auf „Drei“ nun das Klavier im Vordergrund steht. Durch alle Songs hinweg zieht es sich wie ein roter Faden, mit seinen langsamen Akkorden in Moll, ewlche die resignierte Grundstimmung des Albums unterstreichen. Aber hier wird nicht das gängige Gefühl des Resignierten transportiert. Das Album ist wie der Blick auf einen Scherbenhaufen. Die Trauer das nun alles hin ist gepaart mit dem Wissen, das auch eigentlich alles gut ist und alles irgendwann wieder heile sein wird.
Swod kreieren malerische Soundwelten, in denen man sich zu verlieren mag und die einen von der ersten bis zur letzten Sekunde berühren und nicht loslassen. Bestimmt nicht der Soundtrack für den Hintergrund, sondern etwas Magisches, was die volle Aufmerksamkeit einfordert. Aber das auch zu Recht.
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