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Daantje & The Golden Handwerk - Ach
 
 

Daantje & The Golden HandwerkAch

 

Obwohl sich Joachim Zimmermann alias Daantje & The Golden Handwerk für seine EPs und Kompilationsbeiträge auf Omaha Records bereits seit Jahren Applaus und Schulterklopfen abholt, fliegt der Stuttgarter doch zuverlässig unter dem Radar hinweg, der seit einer Weile hektisch ausschlägt, sobald die Stichworte „Songwriter“ und „deutsche Texte“ fallen. Das mag zum einen daran liegen, dass Daantje die Ruhe weg hat und sich für seine Veröffentlichungen viel Zeit lässt, zum anderen aber auch daran, dass er kein weichgespülter Troubadour ist, sondern ein unkonventioneller, manchmal unbequemer Zeitgenosse, der seine Songs auch mal wie das „Rampenlied“ über knapp zehn Minuten ausbreitet.

Ganz so minimalistisch und knorrig wie in den früheren Versionen kommen die elf für die späte Debüt-LP „Ach“ zusammen mit Gunnar Ennen und der Band von Gisbert zu Knyphausen neu arrangierten und eingespielten Stücke zwar nicht mehr daher, aber trotz aufwändigerer Instrumentierung und Ausflügen in Bluegrass-Gefilde („Container“) umweht die Platte immer noch ein spröder LoFi-Charme.

Sicher braucht es nach wie vor seine Zeit, um sich mit Daantje anzufreunden und manch einer wird wohl nie einen Zugang zu dieser Mischung aus gewöhnungsbedürftiger Stimme und zuweilen kryptischen Texten finden, doch letzten Endes ist selbst das kein Beinbruch, wie der Stuttgarter in „Zum Tee zu Neerström“ selbst feststellt: „Ich will mich in keiner Szene suhlen / Will nichts hören von kreativem Künstlertum / Das, was ich mach, das kann jeder / Und du wirst lachen: Genau darum gehts mir“.

Obwohl „Ach“ nur wenig wirklich Neues zu bieten hat, ist das Album dennoch ein kleiner Meilenstein: Immerhin muss man sich die Musik von Daantje & The Golden Handwerk nicht mehr mühsam irgendwo zusammensuchen, sondern hat endlich etwas Handfestes, das man sich neben Nils Koppruch, Gisbert zu Knyphausen und Element Of Crime ins Plattenregal stellen kann.

christoph
 

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