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Lambs & Wolves - Frozen In The Lake
 
 

Lambs & WolvesFrozen In The Lake

lambswolves.bandcamp.com

VÖ: 18.11.2011 //

Demo/Eigenproduktion

 

Es liegt eine schwelgerische Verträumtheit in den Songs von Lambs & Wolves. "Frozen In The Lake" glänzt mal in schlichter Folktraditionalität, mal in fideler Violinenopulenz. Schon wie auf den vorangegangenen EPs "The Gleaming Water" und "Light" schaffen die vier Herren aus dem süddeutschen Waldshut eine oft melancholische, dann plötzlich euphorische und gesellige Atmosphäre. Für ihr Debüt engagierten sie Ralph Karcher, der mit ihnen in die Dezibel Studios in Stuttgart ging, um dort Frozen In The Lake aufzunehmen und zu mastern. Dabei gelang es der Band erneut, die authentische Lo-Fi-Ästhetik beizubehalten, ohne jedoch auf den klanglichen Feinschliff einer Studioproduktion verzichten zu müssen.

Die meisten Songs sind recht gefällig mit ihrem Country-Charakter und der melancholischen Stimme von Julian Tröndle. Durch ihre Bodenhaftigkeit, durch ihren sehnsuchtsvollen Eskapismusdrang in die Natur wirken sie aber. Die Musik von Lambs & Wolves kann es an vielen Stellen mit der von Connor Obers oder Justin Vernon aufnehmen, besonders die Perle "Deep Down In The Icy Lake", welche einen wundervollen, klangvollen Titel trägt, leider aber etwas kurz geraten ist mit ihren 2:25 Minuten. Zusammen mit dem letzten Stück "Sister" ist sie das beste auf dem Album. Vereinzelt ist die Violine in den Songs vielleicht ein wenig zu präsent, zu beschwingt, zu quietschvergnügt. So etwa im Opener. Schwamm drüber. Man soll sich ja auch nicht über die Geräuschkulisse spielender Kinder auf der Straße aufregen.
Lambs & Wolves haben im nächsten Jahr jedenfalls noch mehrere dicke, rote Kreuze in ihrem Kalender. Nämlich an all jenen Tagen, an denen sich Filmschaffende auf etlichen Filmfestivals die Ehre geben. Der Soundtrack zu Max Hegewaldts "Die Angsthasen" wurde von niemand anderem komponiert als von diesen vier jungen Männern. Allein schon deshalb sollte man sich ihren Namen gut merken.

leonie
 

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