HonningbarnaHonningbarna
VÖ: 14.11.2011 // Karmakosmetix

VÖ: 14.11.2011 // Karmakosmetix
Honigsüß vs. rebellisch: Honningbarna (zu deutsch: „Honigkinder“) aus dem norwegischen Kristiansand schlagen mit einer aufrührerischen Mischung aus Musik und Idealismus Alarm. Die zarten Jungs propagieren coolstes Hipstertum gepaart mit wildem Protest gegen Politik und Establishment. Die Jugendbewegung, nach der alle verlangen oder nur Revolte gegen das zu klein gewordene Kinderzimmer?
Zumindest strotzt ihr Punkrock, in dem auch Melodie nicht zu kurz kommt, dermaßen vor Energie, dass sofort klar wird: Honningbarna wollen Spaß. Für sich auf der Bühne und für alle anderen, die ihre Energie mitreißt. Aber vor allem wollen sie kämpferische Kollektivität; wollen mobilisieren. Edvard Valberg (Frontsänger und Cellist der Band) zu diesem Thema: „Wenn du auf unseren Konzerten tanzt, hüpfst, singst- dann hast du dieses Gefühl, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Du hörst auf, dich abzuschotten, fühlst dafür die Atmosphäre. Und realisierst, dass du nicht alleine bist. Gemeinsam kann man etwas verändern.“ Praktisch, dass in der Jute-Falt-Tasche der Special Edition des „Honningbarna“- Albums das Handwerkszeug schon bereitgelegt ist: Eine Sprayschablone für das Bandlogo, das nicht zufällig dem Anarchie-Zeichen ähnelt. Und die Liedtexte: pathetische Reden in Hosentaschengröße. Bereit für die nächste Occupy-Demonstration. Flyertauglich.
Auch musikalisch müssen sich Anders, Lars, Frederik, Christoffer und Edvard nicht verstecken. Die typische musikalische Punkausrüstung, verfeinert durch Cello und Orgel, beherrschen sie schon. Ein erster Preis beim Nachwuchswettbewerb des größten norwegischen Radiosenders Urørt, zahlreiche, gefeierte Festival-Auftritte und eine gigantisch große Anhängerschaft in der norwegischen Jugend sprechen- nein, klingen- für sich.
Warum geben sich junge, wilde Rebellen einen Namen, der aus einem Astrid Lindgren-Buch stammen könnte? „It’s basically a slightly self-ironic smack in the face about where we’re from, what we do, and where we will get.”
Auf der Bühne schreit er sich die Seele aus dem Leib. Und sticht wild mit dem Cellostab fuchtelnd Luftlöcher. Ob der kleine Edvard in den Fußstapfen Don Quijotes springt oder wirklich etwas bewegt, wird sich zeigen. Potential besteht.
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