Cass McCombsHumor Risk
VÖ: 04.11.2011 // Domino Records

VÖ: 04.11.2011 // Domino Records
Cass Mc Combs könnte einer dieser Frank Bukowski Typen sein. Angepisst vom Leben und stets mit beschissener Laune. Cass McCombs hingegen nimmts mit sanftem Humor – und reflektiert mit dieser Waffe über seine Heimat, die USA.
„Humor Risk“ ist ein zurückgelehnt rockiges Album, welches mit Rhythmik, Folkanleihen und ein paar Ohrwürmern punktet. Am interessantesten sind aber Cass Mc Combs Geschichten über Scientology, Drogen und den amerikanischen Way of Life. Mit, oftmals verstecktem, Humor erzählt er im Sprechgesang genau das, was man als Mitteleuropäer sowieso schon gedacht hat zu wissen. Amerika ist definitiv das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Leider hat „Humor Risk“ sein Pulver aber auch schnell verschossen. „The same thing“ hallt noch am längsten nach, letztendlich aber bleibt nur der Eindruck eines „netten“ Albums mit ein paar ironischen Seitenhieben auf die amerikanische Gesellschaft.
Schade eigentlich, denn der Singer-Songwriterrock von Cass Mc Combs könnte durchaus mehr bieten, als den mit Sanftmut vorangeschobenen Akustikrock und die Reflektionen einer kaputten Gesellschaft. Mit etwas mehr Dynamik zum Beispiel könnte sich so mancher Song durchaus länger im Gehör halten und der Zynismus von Frank Bukowski hätte an so mancher Stelle auch nicht geschadet.
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