Bill Ryder-JonesIf...
www.myspace.com/billryderjones
VÖ: 11.11.2011 // Domino

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VÖ: 11.11.2011 // Domino
Zu beschreiben, was alles zu der Enstehung des Albums „If...“ beigetragen hätte würde wahrscheinlich hundert Seiten füllen. Und aus diesen Seiten könnte man dann ein Buch binden und dieses dem grandiosen Silberling beilegen. Ein Buch war auch der Initialzünder für das Werk von Musiker Bill Ryder-Jones. „If on a winter’s night a traveller“ ist für Ryder-Jones eines der wichtigsten Stücke Kunst, die er je erhalten hat und nun hat dieses Buch letztendlich dafür gesorgt, ein bezauberndes Album zu schreiben.
„If...“ klingt traurig. Plump gesagt und vielleicht ein Adjektiv, das nicht dazu dient ein Kunstwerk – im weitesten Sinne – zu beschreiben, jedoch bleibt dieses Gefühl durch alle Songs hinweg bestehen. Giatrren und Klavier in minimalem Einsatz treffen auf eine wunderschöne Stimme. Ab und an findet ein dumpfes Schlagzeug Einzug mit teppichloser Snare und versprüht eine düstere Grundstimmung. Das ganze – auch als Soundtrack – ausgelegt, hört sich wahrscheinlich am besten im Kino. In einem gemütlichen Sessel, die Boxen auf vollem Anschlag. Dann wird sich hören lassen, wieviel (trauriges) Herzblut in dieser Veröffentlichung steckt.
Der Ausstieg bei The Coral im Jahre 2008 hat sich wohl ausgezahlt, denn dieser Bill Ryder-Jones klingt nun reifer, wenn auch etwas geknickter und resignierter. Ein schönes Solo-Debüt ist „If...“ geworden, trotz seiner beinahe unträglichen Schwere. Wer einen Hang zu Depression hat sollte sich diese CD – gerade im Winter – wahrscheinlich nicht jeden Tag in den Player schieben. Ansonsten: Großes Kino für die Ohren – im wahrsten Sinne des Wortes.
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