Cymbals Eat GuitarsLenses Alien
VÖ: 14.10.2011 // Memphis Industries Records

VÖ: 14.10.2011 // Memphis Industries Records
Cymbal Eat Guitars zweites Album, "Lenses Alien", fängt so an, wie der Vorgänger, das monumentale "Why there are Mountains", das damals dafür gefeiert wurde, dem Indie-Pop die unbarmherzige Postrock-Härte beizubringen, aufhört. Auch hier geht wuchtig, massiv und in titanische Höhen ragend los, es gibt unbeugsamen Postrock mit langsamen Schlagzeug, schnellen Gitarren und permanent zwischen Laut und Leise, zwischen Wut und Erlösung schwankendem Gesang. Im achteinhalbminütigen ersten Lied spielen Cymbals Eat Guitars ihre ganze Stärke aus, Brachialität, Emotionalität, ein wenig psychedelische Versponnenheit und immer wieder megalomanische Postrockausbrüche. Beeindruckend.
Umso ärgerlicher ist es aber, dass danach nicht mehr viel aufregendes Neues passiert. Das Staunen nimmt merklich ab, vieles wiederholt sich, einige der Lieder laufen einfach vor sich hin, ohne irgendeinen Eindruck zu hinterlassen, die Anfangs noch so wilde Dynamik und Dramatik verflacht ein wenig, allerdings ohne jemals ganz zu verschwinden; langweilig wird "Lenses Alien" nicht, vielmehr wird eine fast hypnotische Befindlichkeit erzeugt, beim Hören lässt es sich vortrefflich etwas dösen, das Album verblasst zur angenehmen, immer noch durchaus spektakulären Hintergrundmusik. Schlecht ist das natürlich nicht, aber die Erwartungshaltung an diese, auf dem ersten Album noch so aufregende, Band war eine andere.
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