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Fangs - Automatic Rock`n`Roll
 
 

FangsAutomatic Rock`n`Roll

 

Aus Glasgow kam schon so manche Band, welche Spuren im Indierocktempel hinterlassen hat. Franz Ferdinand sind sicherlich die berühmtesten Vertreter. Die Fangs schicken sich nun an, in deren Fußstapfen zu treten. Erfolgreich ist die Band bereits, allerdings als Models für Haarprodukte – weniger mit Ihrer Musik. Ihr Debüt “Automatic RocknRoll” soll die Band auch ausserhalb des Modekosmos bekannt machen.

Ob das gelingt ist allerdings fraglich, wenn man einen kastrierten Elektrorockzwitter mit Haarspray in Form gesprüht auf die Hörerschaft loslässt. “Kisses”, “Sicko” und eigentlich der komplette Rest des Albums bestehen aus mehr Plastik als Barbiepuppen. Die Blondie-Look-and-Soundalike Frontfrau machts auch nicht leicht, wenn Sie bei “Panic Attack” hysterisch lasziv dem Wahn näher ist als dem Sinn. Der Sinn nach dem Ganzen ist eine Frage, welche man sich desöfteren stellen wird, wenn man “Automatic RocknRoll” hört. Synthesizerdudeleien, Keyboardspielereien und Rockgitarren welche ausgelutschter am Boden liegen als Supermodels mit Bulimie, locken heutzutage keinen mehr auf die Tanzfläche. Dabei ist das Album schon fast krampfhaft zum Beinevertreten ausgelegt. Was auch gelingt, aber wohl weiterhin nur auf den Catwalks und nicht den Clubtanzflächen.

Bei den Fangs aus Glasgow ist es wie mit der Modewelt, in welcher Sie sich selbst herumtreiben. Im Glanz der Blitzlichter strahlend, aber auch steril und kühl. “Automatic RocknRoll” wirkt wie eines dieser Hochglanzmagazine, das die leeren, ausdruckslosen Modelgesichter zur Schau stellt.

markus
 

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