The Strange BoysLive Music
www.myspace.com/thestrangeboys
VÖ: 21.10.2011 // Rough Trade

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VÖ: 21.10.2011 // Rough Trade
was macht schiefen gesang als stilmittel eigentlich von den seligen fugs über velvet underground bis hin zu pavement so unwiderstehlich? zu einem gewissen grad ist es sicher das gefühl von nähe, das man als hörer verspürt - mit einem wackelig intonierendem sänger können sich die meisten eben stärker identifizieren als mit perfekten vokalisten, und auch the strange boys glänzen in diesem punkt mit souveräner disharmonie.
dabei geht es ansonsten auf live music (zu lesen als "musik leben") eigentlich betont traditionell zu - das songwriting basiert auf folk und country, hin und wieder scheint auch soul und rhythm and blues durch. anders als etwa die two gallants, die mit einer ähnlichen mischung ihrer musik einen deutlichen punk-einschlag verleihen, klingen the strange boys auf ihrer aktuellen platte sehr zurückgelehnt und entspannt. die arrangements sind schlicht gehalten und verzichten weitestgehend auf kreativ-sperenzchen, höchstens eine mundharmonika entführt von zeit zu zeit in die weiten ihrer texanischen heimat.
wenn das songwriting stimmt, funktioniert dieser reduktionistische ansatz ausgezeichnet, und gute songs gibt es einige auf live music, so zum beispiel die tollen balladen you and me und saddest, oder auch das im kontext der strange boys geradezu spannend arrangierte mama shelter. vielleicht ist das album mit seinen vierzehn liedern eine spur zu lang geraten, andererseits sollte musik, die an prärie und endlose strassen denken lässt, wohl auch nicht unbedingt im pop-platten-format daherkommen. so ist live music eine der schönsten alternativen zu trucker-musik seit pavements alt-country-hymne range live.
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