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Wild Flag - Wild Flag
 
 

Wild FlagWild Flag

 

heute versucht fast jede band krampfhaft, sich von der klassischen gitarren-rock-besetzung abzugrenzen. synthiepop scheint wie eine kreuzung aus lord sauron und godzilla die musikkultur zu beherrschen. in diesem kontext sind "wild flag" paradoxerweise schon wieder etwas besonderes: vier erfahrene rock-damen mit gitarren, bass, orgel und schlagzeug aus portland, oregon und washington spielen ein ziemlich klassisches, in sich konsistentes und zuverlässiges rock-ding runter, das wirkt bei denen ziemlich routiniert, ihr debüt lohnt eine kurze betrachtung.

in bands wie sleater-kinney und helium haben sie vorher gespielt, sind in verschiedenen formationen zusammen durch die lande getourt und dachten schließlich, sie seien "zusammen größer als die summe ihrer teile" – soweit die offizielle band-bio.

trotz der klassischen, bodenständigen herangehensweise kreieren die ladies einen durchaus eigenen, vielleicht sogar zu sehr gewollt eigenen ton. sie spielen mit leichten unstimmigkeiten im gesang, ziemlich linearem gitarren-gedudel und klischeehaften, nahezu souligen background-vocals: "lalalala, lalalala" repetitieren hintergrund-gesänge die vorgelegten gitarrenmelodien, während sich sängerin carrie brownstein darüber auslässt, ihren gesprächspartner in echtem "stereo-sound" zu vernehmen. sound scheint insgesamt ein wichtiges thema des debutalbums gewesen zu sein: "we love the sound, the sound is what found us" rufen die mädels in der zweiten single-auskopplung "romance".

die band hat potential, einen auf einen netten kurztrip ins herumhüpfe-land zu nehmen, leider auch potential, eher früher als später etwas auf die nerven zu gehen. vielleicht wäre ein quäntchen mehr klarheit dann doch zuträglich gewesen. sowohl im arrangement, als auch – jetzt einmal produktionstechnisch gesehen – im sound.

karl
 

Ein Kommentar

kristina am 25.12.2011 um 20:54 UHR

hallo karl. bei wild flag spielt niemand bass. die zeile mit dem stereo sound singt mary und nicht carrie. schöne grüße.

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