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Dirty Projectors and Björk - Mount Wittenberg Ocra
 
 

Dirty Projectors and BjörkMount Wittenberg Ocra

 

Ein Mammutprojekt ist das was die Dirty Projectors und Björk da vorgelegt haben. Warum fragt sich nun der aufmerksame Leser, da sind doch nur sieben Songs in gerade mal 21 Minuten drauf. Wer sich jedoch die Hintergrundgeschichte diesen Werkes genauer ansieht und in Betracht zieht, dass beide Künstler einen Terminkalender haben, der keine freie Zeit zulässt, dann sagt man mit offener Kinnlade und großen Augen: Wow!

David Longstreth hat die Stücke innerhalb von fünf Tagen geschrieben und das ist eine Rekordzeit für diese experimentellen Songstrukturen und die Konzepte, die der Musik zu Grunde legen. Als Einflüsse beschreibt der Musiker den Mount Wittenberg in Kalifornien, sowie Telefongespräche mit der Isländerin Björk über die italienische Oper um 1500.

Und ja, diese beiden Inspiationsquellen lassen sich auf dem Langspielder deutlich vernehmen. Stimmen und Instrumente hallen wie Echos von Bergwänden wieder, die Musik ist so weitläufig, wie der Blick von den Gipfeln. Und Björks Stimme fungiert teilweise als Instrumentierung und opereske Elemente finden immer wieder Einzug.

Ein wenig von Björks Kauzigkeit ist auf diesem Album verloren gegangen, was auch daran liegt, dass Sie eben nur als Nebendarstellerin auftritt, da die Künstlergemeinschaft rund um Longstreth hier mit der Musik ganz klar im Vordergrund steht. Gewöhnunsbedürftigt bleibt das nach wie vor. Hier lässt sich die Musik fast wie ein Buch lesen – und das macht große Freude. Bellisimo!

maximilian
 

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