The Bony King Of NowhereEleonore
VÖ: 21.10.2011 // Helicopter

Es mag zwar wesentlich schmeichelhaftere Künstlernamen geben als The Bony King Of Nowhere, aber irgendwie passt er bestens zu Bram Vanparys. Der hagere junge Mann aus dem generell sehr unterschätzten Belgien schreibt nämlich wirklich Songs, die einen Adelstitel verdient hätten. Das war schon bei seinem Debütalbum „Alas My Love“ so und trifft nun auch bei „Eleonore“ wieder zu - und das, obwohl die Platte diesmal unter recht spartanischen Umständen auf einem Dachboden ersonnen und später praktisch live im Studio eingespielt wurde. So ergibt sich ein Klangbild, das die stets an der Grenze zum Schwülstigen entlangschrammenden (und diese aber doch niemals überschreitenden) Folk-Songs von Bram Vanparys noch ein wenig antiquierter, unmittelbarer und berührender wirken lässt.
Überhaupt finden sich auf „Eleonore“ ganz viele Momente, die sehr zu Herzen gehen. In kleinen, liebenswerten Geschichten erzählt der Belgier von schlafenden Bergarbeitern, Witzen, die er nicht versteht, Mädchen aus Theaterstücken und - wie in „The Garden“, dem schönsten Stück der Platte - vom Sterben: „Today I´ll leave it all behind / And all my loved ones are here“.
Für jemanden, der ohne mit der Wimper zu zucken Zeilen wie „Love is a word that I rarely use“ singt, steckt der knochige König jedenfalls verdammt viel Liebe und Herzblut in seine zeitlosen und schwermütigen Lieder.
Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.