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Death In Vegas - Trans-Love Energies
 
 

Death In VegasTrans-Love Energies

 

decke über den kopf gezogen und die gitarre dick eingepackt, wie auf dem album-cover - so haben death in vegas aus dem vereinigten königreich vielleicht die letzten paar jahre verbracht, doch damit ist ab sofort schluss. die band, die für ihren psychedelic rock und ihre elekronischen klangexperimente bekannt ist, taucht wieder aus der versenkung auf und veröffentlicht mit "trans-love energies" und nach ihrem letzten album aus dem jahre 2004 endlich wieder eine neues studiowerk. das fünfte um genau zu sein.

auf diesem paart sich das gefühl von unheimlichkeit mit düsterem einschlag und einer dichten, musikalischen schwere, die fast über die volle distanz der platte aufrecht erhalten wird und mitunter einen betäubenden charakter hat. ein zustand, der kaum die möglichkeit für ausbrüche aus alledem liefert. weder musikalisch noch gesanglich scheint es death in vegas zu reizen die einmal inszenierte, beklemmende atmosphäre allzu sehr zu stören. so spielt die band dauerhaft mit der im raum stehenden ungewissheit, die klanglich dazu tendiert den hörer stets auf eine drohende eskalation vorzubereiten, diese wird aber bis auf wenige ausnahmen gleichzeitig unterdrück bzw. in ihre schranken verwiesen.

während in "silver time machine" die reduktion auf die spitze getrieben wird, vergisst die band in "black hole" für einen moment ihren vorsatz nicht zu übermütig zu werden und holt die gitarren raus. "your loft my acid" hingegen zögert für ungefähr eineinhalb minuten überhaupt den ansatz eines beats hinaus und konzentiert sich auf weitestgehend auf dein einsatz von synthesizern. insgesamt drei songs werden von der austra sängerin katie selmanis begleitet, deren stimmliche unterstützung die musikalische untermalung passend begleitet.

"medication" bietet flüstergesang und liebt es den hörer zu locken, während "scissors" ihm einen zwanglosen beat beschert. "drone reich" verspricht hingegen ein spiel mit der synthesizer-frequenz, das monoton wabernd und als instrumental daher kommt. dieses spiel führen death in vegas auf "lightning bolt" weiter, jedoch mit gesang und flirrender klangästhetik bevor sie auf dem letzten track "savage love" kosmisch, fremde welten beschreiten, die merklich kühl und künstlich wirken. ab der mitte des songs ist es aber damit vorbei und rhythmus sowie gitarreninferno setzen ein bis beide in der weite verhallen. ein trip, der nichts für jederman ist, aber durchaus seine reize hat.

annett
 

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