Driver Drive FasterOpen House
VÖ: 21.10.2011 // aA Recordings

VÖ: 21.10.2011 // aA Recordings
Nur weil die Jungs von Driver Drive Faster aus Manchester stammen, sollte man keine voreiligen Schlüsse über ihren Musikstil ziehen. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um düstere Weltuntergangsstimmung mit Industrial-Charakter, sondern vielmehr um vielschichtige Popsongs mit einigem Ideenreichtum. Schon der Name ist kreativen Ursprungs - er bezieht sich auf den ersten Vers aus W. H. Audens Gedicht "Calypso", der da lautet: "Driver drive faster and make a good run".
Trotz Supportshows für u.a. The Phantom Band, Darwin Deez, Japandroids und The Aliens sowie zahlreichen Festivalauftritten konnten Dylan Giles, Yuri Caul, Peet Earnshaw und David Schlechtriemen bisher noch nicht so richtig aus ihrem Schattendasein, das mitunter ihrer Ähnlichkeit zu Genrekollegen wie Avi Buffalo zuzuschreiben ist, heraustreten.
Im neuen Album "Open House" findet sicherlich jeder etwas nach seinem Geschmack. Sei es die experimentellen Gitarren, die rumorenden Synthesizer, die psychedelisch anmutenden Melodien, das klassische Piano am Anfang von "Can´t Afford To Rely On Fate" oder auch die etwas verklärte, allgegenwärtige Atmosphäre. Das Ding ist, dass einem das Album als Ganzes schwerlich komplett zusagen kann. Vielleicht bauen Driver Drive Faster auf zu schwammigem Grund. Ohne richtiges Statement und Stilbekenntnis. Ein Schwachpunkt ist der belanglose, oft sehr hohe, manchmal schwächliche Gesang, den die Musik dann aber nicht auffangen oder ausgleichen kann. Vieles an "Open House" hat Hitpotenzial und basiert auf guten Ideen. Leider ist es dann aber die Originalität, die Driver Drive Faster vermissen lassen.
Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.