Drugstore

DrugstoreAnatomy

VÖ: 26.08.2011, Rocket Girl

Von Andreas Kussinger

Über zehn Jahre ist die große Zeit vom „Drugstore“ schon her, und etwa genau so lange hat es auch kein neues Material der Briten mehr gegeben. Von 1993 bis 2001 machte die Band um Isabel Monteiro recht erfolgreich Musik, gegen Ende der 1990er Jahre erwischten Sie sogar die „Britpop-Welle“ und arbeiteten unter anderem mit Radiohead zusammen, die sie auch auf Tour begleiten durften. 2002 kam dann der Bruch, und erst sieben Jahre später, im September 2009, folgte die Reunion. Geplant war wie so oft eine einzige Show bei der es aber nicht blieb. Offenbar war das Interesse an einer ernsthaften Reunion aber nicht in der ganzen Band vorhanden, denn Isabel Monteiro suchte sich schließlich neue Mitstreiter, um die Band „Drugstore“ wieder zum Leben zu erwecken.

Das Ergebnis liegt nun vor, „Anatomy“heißt das erste Album nach etwa zehn Jahren Pause. Schon beim ersten hören wird klar, dass das Spätwerk nicht viel mit den Alben der 1990er gemein hat. Mit „Britpop“ wollen Drugstore rückblickend nichts zu tun haben, und wenn man sich das neue Album anhört, distanziert sich Monteiro vielleicht zu Recht so energisch von diesem Genre. Während in den 1990er Jahren Vergleiche mit „Radiohead“ auch schon arg weit hergeholt waren, erinnert beim neuen Material nun wirklich gar nichts mehr an „Britpop“.

Vielmehr fällt es schwer, diese melancholische, intime Platte irgendwo einzuordnen. Eigentlich dominiert vor allem Stille das gesamte Album, Instrumente werden so spärlich wie irgendwie möglich eingesetzt. So steht die schöne, tiefe Stimme der gebürtigen Brasilianerin Isabel Monteiro meist im Vordergrund. Leicht ist es nicht, die Qualität dieses Albums zu erkennen, man muss ihr schon den ein- oder anderen Durchlauf genehmigen. Nach und nach erkennt man, welche wunderschönen Balladen Monteiro singt oder eher haucht, und taucht ein in die atmosphärisch dichte Welt von „Anatomy“, in der Laute Worte und Instrumente keinen Platz haben.

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