Band Of Skulls
Auch wenn es definitiv keine Coverversion ist: Wer ein Stück mit dem Titel „Death By Diamonds and Pearls“ aufnimmt, muss sich mit Prince messen lassen. Und oh Wunder: Wenn die Band of Skulls ihre Single runterrotzt, dann hört man irgendwie auch den großen Kleinen aus Minnesota. Ein ganz erstaunliches Phänomen, verbindet sie mit Prince eigentlich nur, dass hier wie dort Gitarre gespielt wird. Aber wie! Und das sagt einiges über die Engländer aus, die in einem Schwung von Southampton aus – mit einem kleinen Umweg über den Soundtrack des zweiten Teils der Twilight Trilogie „New Moon“ – die Welt erobert haben. Zum Beispiel, welche Kraft ein Trio entwickeln kann, in dem gleich zwei Leadsänger und drei Songwriter zusammenspielen. Und das keine Angst kennt: Da wird einfach das Hyper-Stück „Sympathy For The Devil“ von den Stones gecovert (zusammen mit John & Jehn), als wäre es nichts. Und plötzlich kommt das Ding mit dem bekanntesten „Hu-Hu“-Geheule der Musikgeschichte auf sehr bluesrockigen Beinen daher.
Die drei Mitglieder der britischen Indierocker lernen sich am College kennen. Bald gründen Russell Marsden (Gesang, Gitarre), Emma Richardson (Gesang, Bass) und Matt Hayward (Drums) die Band Fleeing New York. Seine ersten Auftritte hat das Trio in kleinen Clubs im Großraum London. Im November 2008 folgt die Umbenennung in Band Of Skulls. Kurz danach beginnt die Band mit Aufnahme-Sessions für das Debüt „Baby Darling Doll Face Honey“ in Radioheads Courtyard Studios in Oxfordshire mit Ian Davenport, der auch schon mit Supergrass oder Badly Drawn Boy gearbeitet hat. Aber all das tritt in den Hintergrund, wenn Band of Skulls auf die Bühne treten, das hat schon die Tour im vergangenen Januar gezeigt. Das Trio treibt einen Alternative-Rock vor sich her, die reduzierte Besetzung schlägt sich auch im Sound nieder: Die rohe Energie von Gitarre-Bass-Schlagzeug steht in feiner Spannung zum harmonischen Gesang, der mal von der Wucht der Instrumente davongetragen wird und dann wieder zum bestimmenden Klang wird. Das gehört wirklich in die große Perlen-und-Diamanten-Klasse!
Tourdaten
30.01.12 München - Atomic Café
31.01.12 Frankfurt - Nachtleben




















