The Mountain GoatsTranscendental Youth
der keller, in dem john darnielle aka the mountain goats seine songs aufnimmt, sei alles andere als besonders, weiß john hodgman im infoschreiben zu berichten; darnielle selbst allerdings bezeichnet ihn als "awesome". ein solcher scheinwiderspruch ist es auch, der die musik von the mountain goats ausmacht. zwar mögen die songs in ihrer struktur und in ihren harmonien meist simpel sein, aber doch ist ihnen ein bestimmter zauber zu eigen, der sich nur schwer in worte fassen lässt.
das ist natürlich eine denkbar schlechte voraussetzung, um eine album-besprechung zu schreiben. deshalb muss es für's erste reichen, die fakten zu benennen: »transcendental youth« kommt schwungvoll daher, das drumming von jon wurster und vor allem die spannenden, groovigen basslinien von peter hughes verleihen den meist auf akustikgitarre oder klavier basierenden kompositionen einen drive, der dem album insgesamt sehr gut tut. dasselbe lässt sich von der sehr geschmackvoll eingesetzten bläser-sektion sagen. dreh- und angelpunkt bleiben aber natürlich die immer etwas knödelige stimme darnielles und die hervorragenden texte, die aufgesetzten lyrizismus vermeiden und durch ihre direktheit bestechen - nicht umsonst kürte das spin magazine ihn zu "indie rock's greatest lyricist".
wie schon gesagt: eine solche aufzählung erklärt noch nicht, was an »transcendental youth« so verführerisch, so eigen ist. deshalb lautet die ebenso banale wie dringende empfehlung: selbst reinhören!
VÖ: 05.10.2012, TOMLAB


















