Azure RayAs Above So Below
es hätte ebenso gut "nur" eine neue ep im gewohnten klang-universum von oranda fink und maria taylor sein können, doch auf der sechs song starken ep »as above so below« erforschen die beiden künstlerinnen ein musikalisches terrain, das sie mit ihren folk-pop songs bisher weiträumig umfahren haben. azure ray nähern sich den elektronischen klangsphären nicht nur an, sondern sie tauchen vollkommen darin ein und schaffen somit eine reihe von songs, die minimalistisch-kühl anmuten. wären da nicht die gewohnt harmonischen vocals der beiden, die dann noch noch den gewohnten dream-pop-effekt und ein wenig wärmenden zauber mit ins spiel bringen.
laut eigener aussage von kollegen wie james blake & co inspiriert, holten sich die beiden einen klangexperten der elektronischen musik, nämlich finks ehemann todd (the faint) mit ins boot und ließen die neuen stücke unter der auffsicht von andy lemaster entstehen bis auch die letzten arrangements an ihrem platz saßen. trotz des zunächst ungewohnten klangbildes wirkt das mini-album in keiner sekunde befremdlich und veranschaulicht, dass azure ray auch ohne akustik-gitarren und liebliche akkord-folgen ein verlockendes resultat erzielen können. experiment gelungen!
VÖ: 07.09.2012, affairs of the heart


















