Jonathan BouletWe Keep The Beat, Found The Sound, See The Need, Start The Heart
als label-kollege von bands wie the presets oder auch tame impala ist der australier jonathan boulet aus sydney in guter gesellschaft und tobt sich freudig, kreativ in diesem umfeld aus. so sehr, dass bereits der titel seines zweiten albums »we keep the beat, found the sound, see the need, start the heart« fast vor worten übersprudelt. ähnlich wie die neuen songs scheint auch der albumtitel wenig greifbar, verspricht inhaltlich großes und will dem understatement ganz fern bleiben. einzig die langatmigkeit bleibt zum glück aussen vor und wird mit leibeskräften und allen verfügbaren mitteln im keim erstickt. »we keep the beat...« triumphiert mit erhobenem haupt über aufbrausende taktwechsel, temperamentvolle rhythmen am laufenden band sowie das ungebremste verlangen ein musikalisch dichtes klangbild zu erzeugen.
ein akustischer tumult jagt den nächsten, bei dem schlagzeug und percussions stets eine tragende rolle für sich beanspruchen und in ihrem eifer kaum aufzuhalten sind. fast möchte man meinen es findet ein wettlauf statt, der sich stets auf's neue leidenschaftlich hochschaukelt, ohne dass es dabei einen verlierer geben würde. in manchen momenten wikt dieses rennen motiviert und heiter (»this song is called ragged«, »boneyard home«), an anderen stellen verbissen und hitzig (»hallowed hag«, »trounce«). als euphorischer dauerbegleiter gesellen sich groß angelegte chor-sequenzen zur gewaltigen geräuschkulisse, die nur an wenigen stellen abebbt und für einen kurzen umbruch sorgt bis das rennen wiederholt an fahrt aufnimmt.
VÖ: 31.08.2012, modular


















