KeikiPopcorn From The Grave
Die Wege der Muse sind ja bisweilen unergründlich. Wo, wann und bei wem sie zuschlägt, lässt sich meist nur schwer herausfinden. So wird es wohl auch auf ewig ein Rätsel bleiben, woher das belgische "satanische Popmusiks Duo" Keiki die absurden Ideen zu ihren Songs nehmen. Auf ihrer neuesten LP »Popcorn From The Grave« widmen sie sich beispielsweise Atombomben aus Hiroshima, vereinen Textstellen aus Emmanuelle 4 und den Simpsons und philosophieren darüber, dass längst verstorbene Popstars immer noch Werbeträger für Essensprodukte sind – daher auch der Titel der CD.
So schwarzhumorig die Texte sind, so karg sind die musikalischen Landschaften, die aus kaum mehr als Drumcomputer, Gitarre und Frauenstimme bestehen. Allerdings hat man sich ebenso prominente wie begabte Unterstützung besorgt, die in Form von Oxbow–Sänger Eugene Robinson und Pete Simonelli von den Enablers Gesangsbeiträge beisteuern. Eine gute Wahl, denn die geneigten Liebhaber dieser Bands finden bestimmt auch an »Popcorn From The Grave« Gefallen.
Und auch die bereits erwähnte Selbsteinschätzung des Duos passt: »Satanic Pop«. Denn wenn Satan höchstpersönlich diesen Sommer mit einem Cabrio über Autobahnen fährt, dann hört er unter Garantie dieses Album auf voller Lautstärke.
VÖ: 17.09.2012, Cheap Satanism Records


















