The HeavyThe Glorious Dead
Die britische Soul-Rockband The Heavy launcht mit »The Glorious Dead« ihr drittes, sehr gewagtes Studioalbum. “What the hell were we thinking?” ist das Statement des Gitarristen Dan Taylor, und man muss ihm irgendwie Recht geben- es ist hat einiges von Freakshow an sich, wie ein Filmsoundtrack zu einem Streifen über die Zombieapokalypse unter der Führung Frankensteins.
Heavy ist das Stichwort, dramatischer Sound, durchgehend satte Drums, opulente Gospelbackings, flache, verzerrte Gitarre, dichte Bläsersätze - manchmal auch alles zusammen, wie im Opener »Can’t Play Dead«, »What Makes A Good Man?« oder »Just My Luck«, Musik wie Tannenhonig.
Andere Songs sind deutlich legerer (»Big Bad Wolf«, »Same Ol‘«) und behalten nur die tonnenschweren Drums sowie Gitarre und/oder Bläser für das passende Mise-en-scène. »Curse Me Good« allerdings klingt viel poppiger und sommerlicher mit seinem zartem Akkustikeinstieg, und »Be Mine« sowie »Lonesome Road« gehören wiederum in eine andere Schachtel- zwei etwas düstere, balladeske Songs; das erste klingt nach Pariser Schwarzweissfilm, das zweite nach Beduinenmarsch in der Wüste.
Man sieht also, hier hat die Kreativität zugeschlagen; nur die Heavy- Komponente dient der Band als Signatur. Frontmann Kelvin Swaby sagt dazu: „It’s over the top, but in a good way“.
VÖ: 31.08.2012, Counter Records


















