Get Well SoonThe Scarlet Beast O‘ Seven Heads

von Andreas Kussinger · 17.08.2012
Get Well Soon

Ein ganz gewöhnliches Studioalbum ist selbstverständlich nicht zu erwarten, wenn Konstantin Gropper an einer neuen Platte bastelt. Vielleicht wäre es ihm ganz Recht, wenn alle Welt nicht immer das Epochale von ihm erwarten würde? Anders ist es nicht zu erklären, dass er das neue Werk von Get Well Soon im Vorfeld als „Sommerplatte“ ankündigte, die er „mal schön fluffig aus der Hüfte“ machen wollte. Aha.

»The Scarlet Beast O‘ Seven Heads« - schon der Albumtitel zeigt, dass das natürlich Tiefstapeln par excellence ist. Wenn Konstantin Gropper locker aus der Hüfte schießt, wir es halt nur ein kleines Meisterwerk, kein Konzeptalbum über Stoizismus, sondern eine Sommerplatte über den Weltuntergang. Humor hatte er ja schon immer. Stimmungsmäßig kann man aber tatsächlich eine kleine Aufhellung feststellen, durch einen klitzekleinen Spalt im großen, dunklen Vorhang kommt ein bisschen Licht und Hoffnung in die Welt von Get Well Soon. Und ja, wenn man sich wirklich anstrengt, kann man so etwas wie Italowestern-Romantik und Easy Going-Attitüde heraushören. Immer ganz kurz, bevor man vom nächsten epochalen Orchester-Pomp wieder in den Sessel zurückgeschmissen wird.

Auch wenn es dieses Mal kein Konzeptalbum sein soll, ist das Arrangement der 13 Songs natürlich dennoch wieder bemerkenswert perfekt. Wie einmal steht mehr das gesamte Werk im Mittelpunkt, denn die einzelen Songs, von denen tatsächlich nicht sehr viele das Potenzial haben, auch aus dem Kontext gerissen wahrgenommen zu werden.



Mit dem vorab veröffentlichen »Roland, I Feel You« hat Konstantin Gropper aber dann doch einen Hit im Köcher. Alles in allem ein großartiges Album, das sich hinter seinen Vorgängern nicht verstecken muss und Gropper’s Ruf als “German Wunderkind” bestätigt.

VÖ: 27.08.2012, City Slang

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