Just Tell Me That You Want MeA Tribute to Fleetwood Mac
Das Problem der meisten Compilations ist ihr zusammengestückelter Charakter. Das liegt zwar in der Natur der Sache, kann hin und wieder sogar Spaß machen, meist ärgern aber riesige Qualitätsunterschiede einfach nur.
Nicht anders ist es auf »Just Tell Me That You Want Me« – einer CD, auf der sich Filmmusikproduzent Randall Poster mit unterschiedlichen Bands und Künstlern dem musikalischen Vermächtnis von Fleetwood Mac gewidmet hat.
Nicht jedem gelang ein absoluter Volltreffer. So zersägen The Kills ironischerweise Fleetwood Macs einzigen Nummer-1-Hit »Dreams«. Auch Ernest Greene alias Washed Out scheitert bei seinem Versuch, dem ursprünglich eher schlichten Popsong »Straight Back« ein etwas spacigeres Feeling zu verpassen. Interessanter sind da schon eher die Versuche von Sonic Youth’s Lee Ranaldo oder Tame Impala ausgefallen. Auch Billy Gibbons von ZZ Top kann mit dreckigem Bluessound überzeugen. Highlights wissen vor allem die ruhigen Tracks zu setzen. Der wie immer sensationelle Antony Hegarty interpretiert »Landslide« zu der einsamen Begleitung einer akustischen Gitarre. Und Bonnie Prince Billy versteht es, mit »Storms« einen ohnehin schon nahezu perfekten Song noch perfekter zu machen.
Schlussendlich also eine nette, knapp 80 Minuten starke Zusammenstellung, die, trotz Abzüge in der B-Note, vor allem denen Freude bereiten dürfte, die die Originale kennen und schätzen, und sich nach Genuss von »Just Tell Me That You Want Me« beruhigt mit dem Wissen zurücklehnen können, dass nichts an Stevie Nicks’ Stimme heranreicht.
VÖ: 10.08.2012, Hear Music / Concord Music Group


















