dEUSFollowing Sea
Antwerpen. Kreatives Epizentrum Belgiens. Mitte der 90er war die Stadt in aller Munde. Bands aus der hiesigen Kunstszene verkauften sich wie geschnitten Brot. dEUS hatten dabei die Rolle der Vordenker, waren der glitzernde Stern der über den restlichen, nicht minder guten Bands. Das ging drei Alben lang so. Anfang des Jahrtausends wurde es dann etwas ruhiger. Album Nummer vier und fünf entpuppten sich als nicht mehr so durchschlagskräftig. Erst mit dem letzten Jahr veröffentlichten »Keep you Close«, dem sechsten Album, konnten Deus wieder zur gewohnten Hochform auflaufen.
Das nun veröffentlichte »Following Sea«, der kleine Bruder zu »Keep you close«, klingt zwar anders ist aber dennoch ein Fels in der Brandung für alle Deus Fans und solche die es werde wollen. Es wird von einer Leichtigkeit getragen, die zwar spürbar ist, aber doch sperrig genug, um in keinem Moment Langeweile aufkommen zu lassen. Der Text wird nicht immer nur gesungen, sondern auch in Sprecheinlagen zwischen die Gitarren gepackt. Der Sound der Platte ist dabei teilweise sehr reduziert ohne jedoch ausgedünnt zu klingen.
Kein Bombast. Kein Einschmeicheln. Keine Verharmlosung der Musik auf popkulturelle Einfallslosigkeit und doch allwissend wenn es um Zitate aus der Popmusik geht. Zwar sind die Melodien nicht mehr so prägnant wie noch auf »Keep you Close« aber dennoch bringt das Album alles mit um an schwülen Sommerabenden eine kühle Meeresbrise aus den Lautsprechern zu zaubern.
Sänger Tom Barmann erklärt das Album Track-By-Track: Teil 1 / Teil 2
VÖ: 15.06.2012, PIAS




















