Sweet LightsSweet Lights
Shai Halperin tummelt sich bereits seit Beginn der Nuller-Jahre in der Indie-Rock-Szene, Bis 2005 war der in Philadelphia geborene Multi-Instrumentalist der Mastermind hinter dem Indie-Rock-Projekt The Capitol Years. Nach sechs Studioalben, die vor allem von Kritikern hoch gelobt wurden, Tourneen mit The Walkmen, The Pixies und Daniel Johnston, für den sie 2009 auch als Backing Band bei seiner Tour auftraten, sowie dem „Indie-All-Star“ Projekt War on Drugs mit Kurt Vile und Adam Granduciel, erscheint nun Halperins Solo-Debüt, das der unter dem Projektnamen Sweet Lights veröffentlicht.
Rein optisch ist das Album ein Trip in das Amerika der späten 60er Jahre, und auch musikalisch lässt Halperin Einflüsse aus dieser Zeit einfließen. Streckenweise erinnert er an einen allein gelassenen Beach Boy (Message on a wire, Waterwell), viele Harmonien erinnern an »Pet Sounds«, aber auch Folk-Einflüsse lassen sich ausmachen. Halperin spielte für das Album alle Instrumente selbst ein und wirkte auch als Co-Produzent mit. Die Songs sind mit Akustik-, E-Gitarre, Bass und Drums eher klassisch instrumentiert, Drum-Computer, Harmoniegesänge, Loops und Synths setze Akzente (Are we gonna work it out, A hundred needle pins).
»Sweet Lights« ist ein Album wie gemacht für einen Sommer-Road Trip. Die 11 Songs fließen ruhig dahin, schwimmen schön auf der momentan so angesagten Retro/Analog-Welle, ohne aber angestaubt zu klingen. Kritikerherzen lässt Sweet Lights mit diesem Album ohne Zweifel höher schlagen. Und vielleicht erweicht sein Debüt auch das eine oder andere Fan-Herz.
VÖ: 15.06.2012, Highline Records


















